Die Pflanze des Monats November 2016: DIE SCHAFGARBE

Die mehrjährige Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) gehört zur Familie der Korbblütler und kann eine Wuchshöhe von 80 cm erreichen. Zwischen Ende Mai und Oktober erscheint der auffällige, endständige Blütenstand, in dem viele kleine bis 6 mm große, weiß bis rosafarbene Einzelblüten in einer Schirmrispe zusammenstehen. Die Schafgarbe bevorzugt stickstoffhaltige, frische bis trockene Lehmböden.

Regelmäßigen Schnitt verträgt sie gut. Die millimeterkleinen, glatten Samen werden durch den Wind oder Ameisen weiterverbreitet. Die Heilwirkung der Pflanze verrät schon der Name, “garbe” leitet sich von dem althochdeutschen “garwe” ab, was so viel wie Gesundmacher heißt. Tiere und besonders Schafe lieben die Pflanze. Die Schafgarbe wirkt oftmals bei Verdauungsbeschwerden und wird zur Appetitanregung eingesetzt. Sie ist in vielen Fertigarzneimitteln, Teemischungen, Bädern und in Magenbittern enthalten.

Pflanze des Monats Oktober 2016: Die TAUBEN-SKABIOSE

Die ausdauernd kräftige Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) gehört zur Familie der Kardengewächse und kann eine Wuchshöhe von 20 bis 80 cm erreichen. Von Juni bis September bildet die Pflanze zart violett bis blauviolette Blüten, die zahlreiche Insekten anlocken. So ist das Widderchen ein typischer Blütengast. In Deutschland ist die Tauben-Skabiose urwüchsig. Der erste archäologische Fund stammt aus dem 1. bis 3. Jahrhundert. Heute ist der Bestand der Pflanze in vielen Gebieten Europas deutlich zurückgegangen, zum Teil gilt er als gefährdet. Hauptursache hierfür ist die Intensivierung der Landwirtschaft, denn die Pflanze verträgt keine Düngung und nur einen 2maligen Schnitt – eben eine typische Wiesenpflanze. Die Tauben-Skabiose bevorzugt mäßig nährstoffreiche, mäßig trockene, meist kalkhaltige Böden. Die Pflanzenart war früher vor allem ein Mittel gegen Krätze und andere Hautparasiten.

Die Pflanze des Monats September 2016: DER BORRETSCH

Das beliebte Küchenkraut Borretsch (Borrago offcinalis) gehört zur Familie der Raublattgewächse und kann eine Wuchshöhe von 50 bis 90 cm erreichen. Von Mai bis September bildet die Pflanze strahlend blaue Blüten, die sehr gern von Hummeln, aber natürlich auch Bienen bestäubt werden. Die dunkelbraunen Nussfrüchtchen werden von Ameisen ausgebreitet. Alle oberirdischen Teile der Pflanze sind essbar.

Für den Frankfurter Raum bekannt ist die Verwendung des Krauts als eine der sieben Zutaten für die Grüne Soße. Borretsch enthält ein Alkaloid, weswegen Borretschkraut nicht über einen längeren Zeitraum und in hohen Mengen genutzt werden sollte. Ein gelegentlicher Verzehr ist aber unbedenklich. Die Pflanze bevorzugt humose, nicht zu trockene Böden in sonnigen Standorten. Im Garten lässt sich Borretsch als Gründünger einsetzen.

 

Pflanze des Monats April 2016: DIE FELSENBIRNE

Felsenbirnen (Gattung: Amelanchier) gehören zur Familie der Rosengewächse. Die 1-3 m hohen Sträucher haben eiförmige, fein gezähnte, unterseits filzig behaarte Blätter. Im Frühjahr erscheinen zahlreiche weiße, sternförmige Blüten, die in Trauben zusammenstehen. Die blauschwarzen bis dunkelpurpurnen Früchte erinnern in Aussehen und Geschmack ein wenig an Heidelbeeren und sind reich an Vitaminen. Die süßen Früchte aller Felsenbirnen-Arten sind essbar und ab Ende Juni bis Anfang Juli reif. Man kann sie zu Marmelade, Saft oder Likör weiterverarbeiten. Felsenbirnen sind äußerst anspruchslos, kommen auch mit Trockenheit gut zurecht und wachsen auf nahezu jedem Gartenboden. Die Felsenbirnen trumpfen sogar noch auf: Auf trockenen Standorten färbt sich ihr Laub im Herbst besonders intensiv.

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