Die ausdauernd kräftige Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) gehört zur Familie der Kardengewächse und kann eine Wuchshöhe von 20 bis 80 cm erreichen. Von Juni bis September bildet die Pflanze zart violett bis blauviolette Blüten, die zahlreiche Insekten anlocken. So ist das Widderchen ein typischer Blütengast. In Deutschland ist die Tauben-Skabiose urwüchsig. Der erste archäologische Fund stammt aus dem 1. bis 3. Jahrhundert. Heute ist der Bestand der Pflanze in vielen Gebieten Europas deutlich zurückgegangen, zum Teil gilt er als gefährdet. Hauptursache hierfür ist die Intensivierung der Landwirtschaft, denn die Pflanze verträgt keine Düngung und nur einen 2maligen Schnitt – eben eine typische Wiesenpflanze. Die Tauben-Skabiose bevorzugt mäßig nährstoffreiche, mäßig trockene, meist kalkhaltige Böden. Die Pflanzenart war früher vor allem ein Mittel gegen Krätze und andere Hautparasiten.